Mathematikkonzept

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Mathematikkonzept der GGS Rösrath

Im Mathematikunterricht ist es uns wichtig, die Inhalte des Lehrplanes Mathematik so zu vermitteln, dass jedes Kind auf seinem Lernniveau mithilfe entsprechender Aufgaben gefördert wird. Dabei achten wir bei der gemeinsamen Entwicklung von Unterrichtsreihen und Lernmaterialien darauf, dass die differenzierten Aufgaben allen Kindern einen möglichst handelnden und entdeckenden Zugang zu mathematischen Inhalten ermöglichen. Durch Gruppen- und Partnerarbeit (kooperative Lernformen) sowie gemeinsame Reflexionen werden das Sprechen über Mathematik und das Nachdenken über mathematische Inhalte angeregt und gefördert (siehe Lehrplan NRW „Prozessbezogene Kompetenzen“).

Eine Übersicht über die Lerninhalte des Lehrplans in kindgerechter Form bietet der Mathe-Plan der GGS Rösrath:

Kinder, Eltern und Lehrpersonen erhalten durch den Mathe-Plan zudem einen Überblick über den Lernstand des Kindes. Im Plan wird markiert, an welchen Themen das Kind bereits erfolgreich gearbeitet hat (eingefärbte Felder) und welche Themen es gerade bearbeitet (eingefärbte Punkte).

Die im Mathe-Plan festgehaltenen Inhalte werden an der GGS Rösrath grund-legend in zwei Organisationsformen vermittelt:

  1. Mathematikunterricht in gebundenen Stunden mit der gesamten Klasse
  2. Individualisierter Mathematikunterricht in der Lernzeit

Einen besonderen Stellenwert nehmen zudem die Bereiche Anfangsunterricht, Förderung des Kopfrechnens sowie spezielle Förder- und Forderangebote ein.

Diese Grundpfeiler unseres Mathematikunterrichts werden im Folgenden ausführlicher dargestellt.

 

Mathematikunterricht in gebundenen Stunden mit der gesamten Klasse

In den vergangenen Jahren hat das Kollegium der GGS Rösrath Unterrichtsreihen zu verschiedenen mathematischen Bereichen gemeinsam entwickelt, die allen Schüler_innen der jahrgangsstufenübergreifenden Klassen einen differenzierten Zugang zu einem gemeinsamen Thema bieten.

Dies sind beispielsweise Unterrichtsreihen zu Themen wie Kombinatorik, Wahrscheinlichkeiten, Baupläne oder Zahlenmauern.

Die Kinder arbeiten im Rahmen dieser Unterrichtsreihen zwar am gleichen Thema und können auch gemeinsam über mathematische Inhalte reflektieren, jedoch sind die Aufgaben den verschiedenen Lernausgangslagen der Kinder angepasst. Am Beispiel der Zahlenmauern heißt das, dass die gesamte Klasse am Thema Zahlenmauern arbeitet, Aufgaben jedoch in verschiedenen Zahlenräumen (20,100, 1000,…) und Schwierigkeitsgraden angeboten werden:

Zahlenraum 20:

Zahlenraum 100:

Differenzierung ist wie im Beispiel über den Zahlenraum, aber auch über das Anspruchsniveau der Aufgaben, Aufgaben zur Reflexion des eigenen Vorgehens, das Finden und Erklären von Strategien, das Erstellen eigener Aufgaben etc. möglich.

 

Individualisierter Mathematikunterricht in der Lernzeit

Für die individualisierte Lernzeit Mathematik haben wir Themen des Lehrplans ausgewählt, die die Kinder in ihrem eigenen Lerntempo während der Lernzeit bearbeiten.

Um die Kinder nicht zu über- oder unterfordern, wird zu Beginn eines neuen Themenbereichs, wie zum Beispiel der Erarbeitung des Zahlenraums bis 100, der Lernstand festgestellt. Hierzu schreiben die Kinder zunächst eine Diagnoseprüfung.

Nach der Diagnostik erhält jedes Kind eine Lernübersicht, die alle Kompetenzen aufführt, die zu dem entsprechenden Themenbereich gehören.

Aufgrund der Diagnoseprüfung wird in der Lernübersicht durch die Lehrperson markiert, zu welchen Kompetenzen das Kind noch  arbeiten muss.

Zu den anderen Kompetenzbereichen findet das Kind auf der Lernübersicht verschiedene Aufgaben. Die vom Kollegium der GGS Rösrath zusammengestellten Aufgaben befinden sich zu Teilen im Arbeitsheft der Kinder, in Lernprogrammen auf dem Tablet oder aber auch in den extra zu diesem Zweck erstellten Themen-Kisten (z.B. für die Bereiche Geometrie und Zahlraumerweiterung). An den Aufgaben arbeiten die Kinder auch in Partnerarbeit.

Auch bei den Themenbereichen der individuellen Lernzeit, gibt es Inhalte, die von einer Lehrkraft erklärt werden müssen. Hierfür sind in der Lernübersicht Workshops vorgesehen. Diese Einführungen in ein neues Themengebiet finden in vorwiegend leistungshomogenen Kleingruppen während der Lernzeit statt.

Beendet ein Kind die Arbeit an einem Kompetenzbereich, so schätzt es sein Können auf der dafür vorgesehenen Zielscheibe ein.

Mathekonzept-Kompetenzbereich-1

Die Zielscheiben dienen zum einen als Gesprächsgrundlage für die regelmäßig stattfindende Lernberatung
(» Unterricht/Lernzeit) und geben dem Kind zum anderen die Möglichkeit, sich vor der Prüfung noch einmal in Bezug auf die geforderten Kompetenzen selbst einzuschätzen.

Die Prüfung (Lernzielkontrolle) zu einem Bereich wird nach Bearbeitung der Lernübersicht zu einem individuellen Zeitpunkt geschrieben. Als Rückmeldung zur Prüfung erhalten die Kinder ein Kompetenzraster, das ab dem zweiten Halbjahr der dritten Klasse durch eine Note ergänzt wird.

Anfangsunterricht Mathematik

Im Anfangsunterricht Mathematik legen wir besonderen Wert darauf, dass die Kinder die arithmetischen Grundlagen sicher verstehen. Diese bilden die Basis für ein weiterführendes mathematisches Verständnis.

Hierfür beginnen wir in den ersten Schulwochen mit einer Diagnostik. Die Lernausgangslage jedes Kindes wird in Einzelgesprächen festgestellt und auf der Lernübersicht Anfangsunterricht notiert.

Diese erste Lernübersicht im Bereich Mathematik beinhaltet besonders viele Workshops. Uns ist es wichtig, mathematische Inhalte gerade zu Beginn, materialgestützt zu vermitteln.

Dennoch fangen nicht alle Erstklässler_innen der Partnerklassen mit denselben Workshops an. Je nach Lernausgangslage werden sie in Kleingruppen zu den für sie wichtigen Themen gefördert.

 

Förderung des Kopfrechnens

Bei der Förderung des Kopfrechnens haben wir uns für das Computer-programm/die App „Blitzrechnen“ entschieden. Diese ermöglicht den Kindern eine Förderung in allen Zahlenräumen.

Die Kinder arbeiten regelmäßig an der für sie angemessenen Übung, die dem Blitzrechenpass im Lernzeitheft zu entnehmen ist.

Um das Kopfrechnen auch zu Hause zu verankern, ist dies in das  Hausaufgabenkonzept der Schule aufgenommen worden. Im Bereich „Aufgaben für Zuhause“ wird Blitzrechen als fester Bestandteil aufgeführt und soll durch die Eltern im Lernzeitheft der Kinder dokumentiert werden.

Auch die Zerlegen-, Plus-und Malpässe, die die Kinder im Laufe ihrer Grundschulzeit bearbeiten, fördern das automatisierte Rechen.

Zusätzliche Förder- und Forderangebote

Förder- und Forderangebote bieten wir den Kindern auch außerhalb der Lernzeiten und des gebundenen Mathematikunterrichts an.

So finden sich unter anderem in den Lernateliers (»Hausaufgabenkonzept) mit „Mathe mal ganz anders“ und „Mathe für Profis“ zwei solcher Angebote. Hier werden zum einen Grundlagen des Mathematikunterrichts vertieft, zum anderen können Kinder die ein besonderes Interesse für den mathematischen Bereich haben, sich an herausfordernden Aufgaben probieren.

 

Geplante Schwerpunkte für die Weiterarbeit am Mathematikkonzept

Die GGS Rösrath nimmt an der Bund-Länder-Initiative „Leistung macht Schule – LemaS“ zur Begabungsförderung teil. In diesem Rahmen wird im Bereich Mathematik an der Entwicklung „substantieller, offener Aufgaben“ gearbeitet.

Die Weiterentwicklung und Überarbeitung von Unterrichtsreihen und Lernübersichten ist regelmäßiger Bestandteil der Arbeit des Kollegiums. Hierbei sollen die „substantiellen, offenen Aufgaben“ in Zukunft auch Beachtung finden.

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