Hausaufgabenkonzept

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Hausaufgabenkonzept der GGS Rösrath

  1. Einleitung

In den Schulvorschriften des Landes NRW findet sich im Hausaufgabenerlass die folgende Beschreibung über die Aufgabe und Qualität von Hausaufgaben, an der sich das Hausaufgabenkonzept der GGS Rösrath orientiert:

„Hausaufgaben sollen die individuelle Förderung unterstützen. Sie können dazu dienen, das im Unterricht Erarbeitete einzuprägen, einzuüben und anzuwenden. Sie müssen aus dem Unterricht erwachsen und wieder zu ihm führen, in ihrem Schwierigkeitsgrad und Umfang die Leistungsfähigkeit, Belastbarkeit und Neigungen der Schülerinnen und Schüler berücksichtigen und von diesen selbstständig ohne fremde Hilfe [] erledigt werden können.“ (BASS, 12-63 Nr.3)

An diesen Grundsätzen orientiert sich die GGS Rösrath, indem sie das Hausaufgabenkonzept auf zwei Säulen aufbaut:

  1. den Lernateliers (2 zusätzliche Stunden pro Woche)
  1. den „Aufgaben für zu Hause

In den Lernateliers werden vor allem die im Hausaufgabenerlass geforderte individuelle Förderung des Kindes, seine Leistungsfähigkeit und seine Neigungen in den Fokus genommen.

Der Bereich des Übens, Einprägens und Anwendens wird unterstützend zu den Lernzeiten während des Schulvormittags auch  in den „Aufgaben für zu Hause“ umgesetzt.

 

  1. Lernateliers

Der Stundenplan der Kinder der GGS Rösrath umfasst 2 Stunden mehr als die Unterrichtstafel vorsieht. Diese werden in Form von Lernateliers durchgeführt.

Die Lernateliers werden jeweils für ein halbes Jahr gewählt, so dass jedes Kind in seiner Schulzeit acht Lernateliers besuchen kann.

Die Lernateliers ermöglichen die individuelle Förderung der Kinder. So gibt es beispielsweise die Möglichkeit für Kinder, die Schwierigkeiten im Bereich Mathematik haben, ihre Lücken zu schließen, indem sie ein halbes Jahr den 20er Raum wiederholen. Für Kinder, die eine besondere Begabung im Bereich Mathematik besitzen, findet zur gleichen Zeit das Lernatelier „Mathe für Profis“ statt: dort beschäftigen sie sich mit anderen Matheprofis mit Aufgaben, die zum Teil weit über die Anforderungen im Grundschulbereich hinausgehen.

Zudem ermöglichen Lernateliers mit Themen wie „Poetry Slam, Gesunde Ernährung, Schulgarten oder Regenwald“ das Lernen auf anderen Wegen und die intensive Auseinandersetzung mit einem Thema über ein halbes Jahr.

Zwei Lernateliers sind für die Kinder der Schule verpflichtend vorgegeben:

Zum einen gibt es ein festes Lernatelier für die neuen Erstklässler, in dem sie die Schule, sich selbst, aber auch Inhalte der Fächer Deutsch und Mathematik kennenlernen. Zum anderen beenden die Viertklässler ihre Schulzeit mit dem Lernatelier „Fit for 5“, in dem sie als reine Viertklässlergruppe inhaltlich und methodisch auf die weiterführende Schule vorbereitet werden.

Alle Lernateliers orientieren sich an den Inhalten des Grundschullehrplans. Zu Beginn des Lernateliers werden Kinder und Eltern mit Hilfe eines Kompetenzrasters über die Inhalte und zu erwerbenden Kompetenzen informiert. Zum Abschluss des Halbjahres bekommt das Kind eine Rückmeldung in Form des dann ausgefüllten Kompetenzrasters.

Wahl der Lernateliers

Im Laufe der Schulzeit besuchen die Kinder acht Lernateliers. Es ist uns wichtig, dass jedes Kind dabei zu einer ausgewogenen Mischung aus fördernden und fordernden Lernateliers kommt. Daher werden die Kinder bei der Wahl der Lernateliers durch ihre Klassenlehrerin, die den Lernstand des Kindes, dessen Interessen und Neigungen kennt, individuell beraten. Der aus dieser Beratung resultierende Vorschlag der Klassenlehrerin wird den Kindern mit nach Hause gegeben, um die Eltern so über die Wahl zu informieren.

  

  1. Aufgaben für zu Hause

Zum Lernen der Kinder gehört auch immer das Üben, Einprägen und Anwenden. Diese Aspekte sind in den Schulvormittag – vor allem während der Lernzeiten –  integriert. Es ist für den Aufbau bestimmter Fertigkeiten wie dem Kopfrechnen und Lesen wichtig, dass die Kinder auch zu Hause üben.

Im Laufe der Woche sollten die Kinder dort an folgenden Aufgaben arbeiten:

  • Kopfrechnen: Blitzrechnen, 1+1- und 1×1-Pass, …
    (Empfehlung: 3 x 10 Minuten pro Woche)
  • Lesen: „Lies mal-Hefte“, Bücher, Antolin, …
  • Üben vor Prüfungen (Erlerntes abfragen und festigen)

Außerdem ergänzt das Sammeln und Recherchieren von Material (Bücher, Erzählmaterial aus dem Kinderzimmer, Naturmaterialien zu jahreszeitlichen Inhalten,…) die Arbeit in der Schule.

Kinder, die die OGS besuchen, haben weniger Zeit, die „Aufgaben für zu Hause“ zu erledigen oder in ruhiger Atmosphäre an Themen zu arbeiten, die sie interessieren. Sie erhalten an unserer Schule daher die Möglichkeit, zweimal pro Woche einen Lernraum zu besuchen, in dem sie von einer Lehrkraft und einer OGS-Kraft professionell betreut werden und wo sie in einer ruhigen Lernatmosphäre arbeiten können.

 

  1. Kommunikation zwischen Schule und Eltern

Es ist uns wichtig, dass Eltern und Schule eng zusammenarbeiten und die schulischen Inhalte sowie der Lernstand des Kindes für die Eltern transparent sind. Die Eltern werden wie folgt über die schulischen Inhalte und den Lernstand ihres Kindes informiert:

  1. Das Lernzeitheft, das die individuellen Lernziele des Kindes beinhaltet und die Arbeit während der Woche innerhalb der Lernzeiten in der Schule dokumentiert, befindet sich im Ranzen jedes Kindes. So können sich Eltern jederzeit sowohl über die Inhalte als auch über den Lernfortschritt des Kindes informieren.Die Schulhefte der Kinder werden regelmäßig mit nach Hause gegeben.
  2. Ebenfalls in regelmäßigen Abständen werden die Eltern in einem Infobrief über die aktuellen Lerninhalte sowie anstehende Prüfungen/Klassenarbeiten/Tests informiert.
    Zudem informiert der Brief über die aktuellen „Aufgaben für zu Hause“.
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